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In und um Bad Urach

Vom Stadtbummel zur Albwanderung


Tour 3 führt in die romantische Kleinstadt Bad Urach mit ihrem mittelalterlichen Stadtkern und dem Schloss, sowie vielen Fachwerkhäusern. Etwas außerhalb liegt das Kurgebiet mit einem schönen Park. Zu dieser Tour gehört ein Rundweg des Schwäbischen Albvereins, der auf der Albhochfläche liegt.

Kartenauschnitt von Bad Urach, als pdf Datei zum Ausdrucken

Bitte klicken Sie auf die Karte, dann öffnet sich eine PDF-Datei und Sie können die Karte in DinA4 Größe ausdrucken.

Die Parkplätze im Innenstadtbereich finden Sie auf der Karte. Für die Toilette am Bahnhof wird der Euroschlüssel benötigt, siehe Tour 1. Eine weitere Toilette für Rollifahrer ist im Parkhaus bei der Bundesagentur für Arbeit. Sie ist immer geöffnet.

Die Ziele wurden von Helga Jansons (siehe Tour 2) und Inga Brüning (siehe Tour 5) getestet.
Helga: Der Eingang zum Schloss ist ebenerdig. Einziger kleiner Haken: die Tür geht zwar automatisch auf, aber auch sehr schnell wieder zu. Nach freundlicher Begrüßung erhielten wir einen Ausstellungsführer in Form eines großen Telefonhörers, den man sich um den Hals hängen kann. Per Tastendruck konnten wir uns dann vom „Schlossgeist“ amüsant durch die verschiedenen Stationen der Ausstellung führen lassen. Durch die Stockwerke führt ein gut bedienbarer Aufzug. Sobald sich seine Tür öffnet oder schließt, ertönt ein Klingelzeichen. Für den letzten Teil der Besichtigung muss, wer mit dem Rolli kommt, drei Stufen mit dem Treppenlift überwinden. Die Museumsangestellten helfen gern. Wir mussten sie nicht rufen. Mittels Überwachungskamera sahen sie, wie weit wir waren, und kamen von selbst. Im Erdgeschoss ist eine geräumige, mit Haltegriffen ausgestattete Behindertentoilette. Die Wege, die wir im Kurpark gegangen sind, sind alle geteert. Wer alleine unterwegs ist, sollte mit kleineren Steigungen zurecht kommen.
Im Kurmittelhaus befindet sich eine leicht zugängliche Toilette. Eine weitere Toilette befindet sich im Haus des Gastes, allerdings muss man die Öffnungszeiten beachten.

Inga: Ja also am vergangenen Mittwoch 05.03.08 waren wir ja in Bad Urach.
 Bild von Inga beim MuseumDa möchte ich ja ganz arg gern mal im Sommer hin. Wir haben das Stift Urach, das Städtische Museum und das Thermalbad besichtigt.
1. Das Stift Urach ist einfach schön und abgesehen von ein paar Pflastersteinen vor dem Eingang völlig rollstuhlgerecht. Das ganze Haus ist sehr wohnlich eingerichtet, warme Steinböden und viel Holz. Die Zimmer, die auf den Innenhof mit einer großen Linde gehen, sind besonders reizvoll. Die Betten werden auf Wunsch erhöht und die Bäder sind rollstuhlgerecht einschließlich unterfahrbarer Dusche mit Handbrause und erhöhter Toilette. Die Kapelle, die sich in einem Zwischengeschoss befindet, kann mittels eines kleinen Rollstuhllifts problemlos erreicht werden.
2. Das Städtische Museum ist ebenfalls rollstuhlgerecht, leider auch mit Pflaster vor dem Eingang, dafür gibt es eine perfekte Rollstuhltoilette, beidseitig anfahrbar, beidseitig mit hochklappbaren Stützgriffen, und erhöht auf 55 cm. Es gibt allerdings nicht sehr viel zu sehen, wenn man nicht grade ein Fan von alten Musikboxen, Flüstertüten und Plattenspielern ist.
3. Das Thermalbad ist rollstuhlfreundlich.
Logo alb-Thermen Die Eingangstür ist allerdings für E-Rollis zu schmal. In die Sauna kommen Rollstuhlfahrer leider auch nicht. Dafür gibt es einen Lift, mit dem Behinderte sehr leicht in das Becken gebracht werden können. Die Behindertentoiletten sind geräumig, aber nicht erhöht; das haben wir auch gleich reklamiert (siehe Kapitel Bäder)
.

Schloß Urach
Schloss Urach ist die einzige erhaltene spätmittelalterliche Residenz Württembergs.
Bild von Helga im Schloß Bad Urach Sie wurde ab 1443 nach der Teilung der Grafschaft als Sitz Graf Ludwigs I. von Württemberg nach dem Vorbild des Alten Schlosses in Stuttgart erbaut. Auch nach der Wiedervereinigung des Landes unter Graf Eberhard im Bart 1482 blieb Urach beliebtes Aufenthalts- und Jagdschloss der württembergischen Herzöge, die es in seinem Inneren mehrfach mgestalteten. Heute dient das sanierte Schloss als Museum.
Parkplätze siehe Stadtplan



Öffnungszeiten:
Di.-So. 10-18 Uhr, Mo. geschlossen
Tel. (07125) 15 84 90
Email: info@schloss-urach.de ,
Internet: www.schloss-urach.de
Führungen: Täglich kostenlose Führungen um 11 und 14 Uhr, Audio-Guide-System, auf Anfrage auch Sonderführungen.

Stift Urach und Amadeuskirche
Einkehrhaus der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Bismarckstr. 12
Bild vom Eingangsbereich des StiftsUrach Tel. (07125) 9499-0,
Email: info@stifturach.de
Internet: www.stifturach.de
Ein kirchliches Veranstaltungshaus mit ca. 150 Seminaren, Tagungen, Einkehrtagen und Vorträgen im Jahr. Außerdem gibt es die Möglichkeit, außerhalb von Veranstaltungen im Stift Urach „Leben zu schöpfen“.
Das Stift hat einen kleinen wunderbaren Innenhof. Daneben, die sehenswerte Amadeuskirche hat seit 2009 eine Rampe und kann besichtigt werden.


Grammophon-Museum
Bild von Inga im Grammophon-Museum Ton-Aufzeichnungs- und Wiedergabegeräte von der Wachswalze bis zur Compakt-Disc. Sonderausstellungen zur Kunst und Geschichte der Region. Am schönsten ist der Besuch am Sonntag, da meistens der Sammler, Rolf Geigle, anwesend ist und Geschichten zu den Kostbarkeiten erzählt und sie auch zum Leben erweckt.
Stadtmuseum Klostermühle, Hermann-Prey-Platz 1,Telefon: 0 71 25/4 06 00.
Email: info@bad-urach.de
Internet: www.badurach.de


Nun fahren wir wieder zurück bis zur großen Kreuzung am Bahnhof, dort links abbiegen Richtung Ulm, nächste Kreuzung überqueren und nach ca. 300 m, an der Stadthalle, links abbiegen: Richtung Hülben.
Hülben durchfahren in Richtung Grabenstetten. Der Parkplatz Hochholz kommt nach ca. 2 km auf der linken Seite. Insgesamt fahren Sie ungefähr 11 km.

Kartenauschnitt von der Wanderung zum Burrenhof, als pdf Datei zum Ausdrucken

Bitte klicken Sie auf die Karte, dann öffnet sich eine PDF-Datei und Sie können die Karte in DinA4 Größe ausdrucken.

Burrenhofrundweg
Dieser Rundweg ist aus den Tourenvorschlägen des Schwäbischen Albvereins entnommen.
Wir gehen ihn jedoch in umgekehrter Richtung (siehe Karte), da dann keine längeren Steigungen anfallen und eine Abkürzung zu Beginn möglich ist, die Abkürzung ist schwarz-weiß gestrichelt.

Unsere Testwanderinnen:
Doris Neumann, geboren 1937, Gründungsmitglied der Oldies und Elfriede Hanko, geboren 1921, seit einigen Monaten mit dem Rollator unterwegs und damit seither schneller als jüngere Menschen.
Bild von den beiden Testerinnen auf dem Burrenhofweg Der Weg ist ein schöner ca. 4,5 - 5 km langer Rundweg, den man auch durch Abzweigungen verkürzen kann. Er ist weitgehend asphaltiert und so breit angelegt, dass man bequem zu zweit nebeneinander laufen kann. Fahrradfahrer können somit gefahrlos vorbei fahren. Der Weg hat keine Steigungen und ist für Behinderte, Mütter mit Kinderwagen, ältere Menschen mit Gehhilfe und auch für Kinder, die schon mit dem Fahrrad mitgenommen werden können, bestens geeignet. Die Panoramakarte, die am Weg steht, ist auch für Sehbehinderte gut zu lesen. Dies gilt auch für einige Schautafeln, die uns etwas über unsere Gestirne verraten. Der einzige Nachteil: Man muss dreimal eine Landstraße überqueren. Da das Verkehrsaufkommen nicht sehr hoch ist und die Straßen gut einsehbar sind, geht dies mit etwas Geduld problemlos.

Start ist der Parkplatz Hochholz an der Landstraßen von Hülben nach Grabenstetten. Direkt vom Parkplatz aus geht der Weg geradeaus, ein Stück entlang des Astropfads mit interessanten Tafeln zu unseren Planeten. Wir folgen diesem Weg aus Betonplatten bis zum „Heiligen Baum“, einer einsamen Esche mit Ruhebank an einer Wegkreuzung. Hier scharf rechts abbiegen und dem geteerten Weg folgen. Links geht ein Weg ins Sperrgebiet des Steinbruchs, bitte meiden. Nach ca. 500 m kommt auf der rechten Seite ein Schotterweg, der als Abkürzung zurück zum Parkplatz genutzt werden kann. Er geht allerdings leicht bergauf. Der Rundweg führt nun zur Landstraße Hülben nach Erkenbrechtsweiler. Sie muss überquert werden. Nun nach rechts, ein Stück parallel zur Landstraße. Wir entfernen uns nach kurzer Zeit wieder von der Landstraße und biegen nach links. Immer geradeaus über die Hochfläche, ist am Ende dieser Strecke wieder ein Parkplatz, diesmal an der Straße nach Grabenstetten. Auch hier muss die Landstraße überquert werden, einigermaßen gefahrlos geht dies am Ende des Parkplatzes. Hier ist wieder ein Bänkchen für müde Begleitpersonen. Wir wenden uns nach rechts und folgen dem Weg entlang der Landstraße. Auch er macht nach kurzer Zeit einen Knick nach links. Auf dem Weg bleiben, bis rechter Hand der Landgasthof Burrenhof auftaucht. Entweder nun nach rechts zum Gasthof, oder links zurück zum Auto. Der angestrebte Parkplatz ist schon sichtbar. Nach ca. 100 m biegen wir auf einen flachen Grasweg mit Schotter nach rechts ein, der uns direkt zum Auto bringt. Leider muss vorher ein drittes Mal die Landstrasse überquert werden.
Einkehr Landgasthaus Burrenhof mit einer schönen Gartenwirtschaft, siehe Gaststätten
Internet: Landgasthaus Burrenhof

Zwischen Bad Urach und Metzingen liegt das Obstbau-Museum Metzingen-Glems
Innenansicht vom Obstbaumuseum oberhalb des Rathauses im Ort Glems, Ecke Zeilstraße / Eberbergstraße (lange Seite). Schöner Blick ins Tal. Bei genauem Hinsehen entdeckt man auch ein paar Hinweisschilder. Unbedingt hochfahren, dort sind Parkplätze für RollifahrerInnen und Gehbehinderte vorm Museum. Leider ist das Museum nur 4-5 Mal pro Jahr für BesucherInnen geöffnet, es sei denn, sie kommen als Gruppe. Im Museum kann dann auch ein Vesper gebucht werden. Für RollifahrerInnen ist nur das untere Stockwerk zugänglich. Es lohnt trotzdem. Eine perfekte Toilette für Behinderte ist vorhanden.

Kontakt: Förderverein Obstbaumuseum, Wolfgang Dürr,
Tel: 07123-15653, www.metzingen.de, Tourismus und Freizeit, Museen.