Lautertal

Ein besonders schöner Teil der Alb ist das Lautertal. Das Flüsschen Lauter entspringt in Offenhausen und schlängelt sich bis zur Donau. Rechts und links Burgruinen, Wachholderheide, kleine Dörfer mit schönen Kirchen und tolle Cafés

Von Gomadingen zum Haupt- und Landesgestüt Marbach
Unsere Tour beginnt in Gomadingen. Von Münsingen aus ca. 9 km. Von Marbach kommend beginnt die Wanderung am Ortsanfang. Sie sehen einen kleinen See, wo, direkt am See, ausreichend Parkplätze vorhanden sind. Links vom See ist ein Grillplatz mit Pavillon.  
Inga auf dem Weg nach MarbachDer Weg führt nun, entlang der Bahngleise, ca. 2.5 km nach Marbach. Um den See, auf Schotter, sind noch einige interessante Tafeln über Tiere und Pflanzen der Alb. Sonntags muss man auf dem geteerten Weg mit vielen Rad- und InlinefahrerInnen rechnen.
Es gibt kaum Steigungen auf der Strecke, allerdings fällt der Weg leicht in Richtung des Flüsschens Lauter ab, d.. der rechte bzw. linke Arm wird bei RollifahrerInnen stärker belastet.
In Marbach angekommen, unbedingt zuerst noch die Lauter überqueren, dann rechts, vor der Straße, zu den Stallungen fahren. Der Gehweg entlang der Straße ist schmal und ein hoher Randstein führt hinauf. Wer dennoch an der Straße entlang möchte, muss sich auf der Straße bewegen. Leider ist in Marbach vieles recht steil. Für E-Rollis zu bewältigen, für RollisportlerInnen natürlich auch, alle anderen Menschen brauchen Hilfe.
Rechts im unteren Teil des Gestütshofs Marbach sind die Deckstation Marbach, die 2011 neu erbaute Hackschnitzelheizung, die Schmiede und die Sattlerei untergebracht.
Inga im HengststallZu den Stallungen, dem neu errichteten, barrierefreien Besucherzentrum mit Shop, der Reithalle und der Hengstparade-Arena muss man die Straße überqueren. Auch das neue Wohnheim ist mit behindertengerechten Zimmern ausgestattet. Die Toiletten sind im Gebäude Nr. 10, der Reithalle. Rechts vom Treffpunkt ist eine behindertengerechte Toilette mit erhöhtem Sitz, ohne seitlichen Griff. Der Schotter kann umfahren werden.
Ein Besuch in Marbach ist immer ein Erlebnis. Edle Warmbluthengste, liebenswerte Schwarzwälder Füchse und stolze Vollblutaraber haben hier ihre Heimat. Im Frühjahr und Sommer tummeln sich die Stuten mit ihren Fohlen auf den Weiden und lassen die Besucherherzen höher schlagen.

Inga im Treffpunkt MarbachDas Gestüt ist ganzjährig für Besucher geöffnet. Regelmäßige Führungen finden an Sonn- und Feiertagen sowie in den baden-württembergischen Ferien täglich um 13.30 und 15.00 Uhr statt. Gruppen- und Exklusivführungen sowie Kutsch- und Planwagenfahrten können zu individuellen Terminen vereinbart werden. Es gibt aber bisher keine Kutsche, die für Rollstühle geeignet ist. Eine kleine Pause mit Getränken, Kaffee und Kuchen und regionalen Produkten kann man sich am Kiosk gönnen.

Haupt- und Landgestüt Marbach,
72532 Gomadingen–Marbach, Telefon: 07385-9695-0,
E-Mail: poststelle@hul.bwl.de
Internet: www.gestuet-marbach.de

Nun geht es den gleichen Weg zurück bis Gomadingen.
Auf dem Weg nach Buttenhausen kommen Sie durch Dapfen. Am Ortsanfang ist eine sehenswerte Kirche mit barrierefreiem Zugang. Im Ort ist das Café Lagerhaus. Schokolade und Seife aus eigener Herstellung, Kunst und Veranstaltungen, siehe Cafés. Unbedingt anhalten.

Erinnerungsstätte Matthias Erzberger in Buttenhausen
Mühlsteige 21, 72525 in Münsingen-Buttenhausen

Kontaktadresse:
Stadtarchiv Münsingen, Postfach 1140, 72521 Münsingen,
Tel.: 07381-182-115,
E-Mail: steffen.dirschka@muensingen.de,
Internet: www.erzberger-museum.de

Führungen:
Nach telefonischer Anmeldung: 07381-182-115
Das Museum ist von April bis Oktober sonntags von 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. In der übrigen Zeit sind Führungen auf Anfrage möglich.

Zur Geschichte:
Der katholische Zentrumspolitiker Matthias Erzberger wurde in Buttenhausen am 20.9.1875 geboren. 1921 wurde Erzberger von rechtsradikalen ehemaligen Offizieren ermordet.
2004 richtete die Stadt Münsingen in Zusammenarbeit mit dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg eine Erinnerungsstätte ein. In zehn "Geschichtsbildern" wird die Biografie Erzbergers vom ersten Wirken in Württemberg bis zur "umkämpften Erinnerung" an den Politiker erzählt.
Das Museum ist mit einer sehr guten behindertengerechten Toilette ausgestattet. Fahrzeuge mit Rollstühlen dürfen direkt neben oder oberhalb vom Museum parken, da der Weg dorthin sehr steil ist. Seitlich am Gebäude ist ein Eingang für Rollifahrer. Nur ein Stockwerk kann befahren werden, das zweite ist allerdings akustisch zu erschließen. Zur Stärkung empfehlen wir das Café Ikarus (siehe Cafés).

Weiter geht die Tour nach Bichishausen. Kurz vor Bichishausen lohnt sich für Kirchenfreunde ein Abstecher nach Bremelau zu St. Ottmar.

Aussichtspunkt Bürzel  
In Bichishausen führt eine steile, kurvenreiche Straße zu den Steighöfen. Kurz vor Ankunft auf den Höfen ist auf der linken Seite ein Grillplatz mit der Klammerkreuzhütte. Bei genauem Hinschauen findet man ein Hinweis-Schild zum Bürzel-Aussichtspunkt. Aussichtspunkt BürzelEin kurzer, sehr steiler Weg führt hinauf (ca. 10 % Steigung). Für Eltern mit Kinderwagen gut zu schaffen, Rollifahrer sollten das Auto nehmen. Am Ende dieses Wegs geht es linkerhand in den Wald. Dieser Weg ist gut befahrbar, allerdings nur wenn es trocken ist. Am Ende des Wegs nach ca. 300 m, hat man auf 708 m ü.N.N. einen großartigen Blick ins Lautertal. Zwei Bänke laden zur Rast ein.
Der Besuch des Aussichtspunkts lässt sich gut verbinden mit einem Einkauf im Demeter-Hofladen des Steighofs, direkt über dem Aussichtspunkt. Vom Beginn des Waldwegs führt ein Weg entlang der Scheune direkt zum Laden. Natürlich kann man auch mit dem Auto auf den Hof fahren.
Noch ein kleines Stück weiter kommt der Ort Weiler. Dort ist der historische Schneckengarten von Rita Goller. Die Schneckenzucht hat Tradition im Lautertal, und seit ein paar Jahren werden Schnecken wieder an die Gastronomie verkauft. Wer Näheres wissen will, wendet sich an Frau Goller (Geführte Kurztouren).
Der Aufstieg zum Schneckengarten ist sehr steil, Hilfe wird benötigt.

Auf dem Weg zum Großen Lauterlal kommt man an Dächingen vorbei. Dort gibt es einen schönen Hofladen. In Dächingen gibt es das Informationszentrum Ehinger Alb.

Hofladen Holzmann's Hof  
Lehenweg 6, 89584 Ehingen-Dächingen, 
Tel: 07395-1034, E-Mail: holzmannshof@web.de
Internet: holzmannshof.de
Ein schöner kleiner Laden mit regionalen und eigenen Produkten. Montag und Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr ist der Laden geöffnet, aber vermutlich lässt sich mit einem Anruf auch noch mehr erreichen.
Am Ende des Tals fließt die Lauter in die Donau und wir schlagen einen Besuch in Lauterach und Untermarchtal vor.

Karte vom Lautertal

Lauterach im Großen Lautertal Ein kleines Dorf mit einem Infozentrum des Biosphärengebiets. Untermarchtal, nach der Grenze vom Biosphärengebiet, ist geprägt von einem Frauenkloster. Zwei ganz unterschiedliche Dörfer, die von einem Bürgermeister betreut werden.
Biosphären-Infozentrum Lauterach
Das neue Informationszentrum an der Großen Lauter ist schön geworden. Mitten im Wald mit großem Spielplatz, der allerdings nicht barrierefrei ist. Geöffnet am Wochenende, mit Kiosk und Behindertentoilette.

Testerin Clarissa Knittel
Die Kirche in Untermarchtal ist groß und modern. Die Türen der Kirche lassen sich jedoch nicht automatisch öffnen. Der Klosterfriedhof ist gut mit dem Rollstuhl befahrbar. Der Klosterladen, der durch eine Rampe zugänglich ist, ist weitgehend geräumig und bietet sowohl kulinarisch als auch literarisch eine große Auswahl. Der hintere Teil des Ladens ist für ein E-Rolli ein bisschen eng. Im Kloster selbst sind die Gänge für einen E-Rolli sehr eng.  

Kloster der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vincenz von Paul in Untermarchtal
Klosterladen
Der Klosterladen hat eine Rampe und viele schöne Dinge, sowohl zum Essen als auch für die Schönheit, gegen den Durst und zum Lesen.
E-Mail: klosterladen@untermarchtal.de,
Tel.: 07393-30225. Achtung: Montag ist Ruhetag.
www.untermarchtal.de

Kirche St. Vinzenz
Eine wunderschöne, moderne Kirche. Der Weg zu den Eingängen ist sehr steil. Für Menschen mit Gehbehinderungen ist es erlaubt zum oberen Eingang zu fahren. Bitte vorher im Bildungshaus anrufen: tel. 07393-30290, oder mailen: bildungshaus@untermarchtal.de.
Die Türen lassen sich kaum alleine öffnen, keine Türöffner vorhanden. Aber vermutlich wird Ihnen auf Wunsch jemand helfen können.

Schwesternfriedhof
SchwestenfriedhofHinter der Kirche ist der Schwesternfriedhof.
Eine schöne Anlage mit einem kleinen Labyrinth.
Die Wege im Labyrinth sind allerdings zu schmal für Rollstühle.

 

 

 

Bildungshaus
Das klösterliche Bildungshaus ist barrierefrei mit Toilette, Speiseraum und Zimmern, die von jedem gebucht werden können.
im BildungshausEs kann dort jede/r essen. Schmeckt gut! Anmeldung ist allerdings erforderlich. Bei 1–2 Personen geht es auch so. Neun Zimmer sind relativ barrierefrei, d. h. die Betten, schmal, sind unterfahrbar, die Toilette hat einen Griff und die Dusche ist ebenerdig mit Haltegriffen an den Seiten. Der Balkon kann nicht erreicht werden. Das Haus verfügt über viele gut ausgestattete Tagungsräume. Preise für die Räume und Zimmer bitte telefonisch erfragen.
Klosterführungen können gebucht werden, auch für Kleingruppen. Man sollte aber rechtzeitig anrufen. Das Programm ist abwechslungsreich und kann unabhängig von der Religionszugehörigkeit besucht werden.