Auf den Spuren der Kelten

Auf den Spuren der Kelten 
Ein geheimnisvolles Volk lebte hier in vergangenen Zeiten, und erst so langsam erfahren wir mehr. Ein kleines Museum in Grabenstetten erzählt darüber, der sogenannte Heidengraben ist noch zu erahnen und die Landschaft ist, wie überall auf der Alb, wunderschön.

Tourentester Alex Rauseo  
Seit der Geburt 1973 körperbehindert (Tetra-Spastiker).  
Alex RauseoAufgewachsen in einem Dorf in der Nähe von Balingen, heute wohnhaft in Lübeck. Staatlich anerkannter Erzieher
und Sport-Übungsleiter. Lehrer an einem Förderzentrum für geistige Entwicklung in Lübeck.  
Hobbys: Sport, Freunde treffen, Schachspielen – Menschen durch ein Ehrenamt zu unterstützen.  
 
Der Tag in Grabenstetten hat mir einmal mehr gezeigt wie schön mein Zuhause, die schwäbische Alb, ist. Nach unserer ersten Stärkung in einem Gasthof, der leider nicht rollstuhltauglich war, fuhren wir weiter zum Friedhof und zur Dorfkirche. Die erste Rampe war gut hinter sich zu bringen, doch auf dem Weg zur Kirche wurde ich beim Fahren über schiefe Platten und große Abständen in den Fugen gut durchgeschüttelt. Die Kirche hat mir prima gefallen, doch der Zugang war sehr schmal. Ich hatte einen Rollstuhl mit etwas weniger als 80 cm Breite unter mir und das ließ sich gerade so machen. Für einen Rollstuhl mit anderen Auslegungen oder gar einen Elektrorollstuhl wäre direkt im Eingangsbereich die Kirchenbesichtigung zu Ende gewesen.
Rathaustoilette: brauchbar eingerichtet, dennoch kein Zugang für Selbstfahrer  
Keltenmuseum: Guter und fahrbarer Eingang. Ich konnte mich gut mit dem Rollstuhl bewegen. Die Toilette  war leider viel zu klein und nicht durchdacht aufgebaut. Ein WC leider nicht in der Mitte des Raumes und ein höhenverstellbares Waschbecken, das nicht funktionierte.  
 
Eine keltische Stadt auf der Schwäbischen Alb.  
Mit einer Gesamtfläche von über 1.600 Hektar war der Heidengraben die größte befestigte Siedlung der Eisenzeit in Mitteleuropa.  
Mehr drüber erfährt man im Keltenmuseum in Grabenstetten. Geöffnet von Mai bis September, sonntags 14:00–17:00 Uhr und nach Vereinbarung. Eintritt frei. Sonderführungen in Kleingruppen außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich ab 20.- Euro.  
Ansprechpartnerin: Frau Waltraut Buck, Tel: 07382-9369085,
und www.kelten-heidengraben.de  
Neben dem Museum hat Grabenstetten einen sehenswerten Friedhof mit kleiner Kapelle, s. Bericht Rollstuhltester.  
Der Weg zur Rathaus-Rollstuhl-Toilette ist mit ca. 8 % Steigung steil und eng, die Toilette  ist aber in Ordnung. Grabenstetten hat sich bemüht, etwas barrierefreier zu werden als die Nachbargemeinden. Leider geschah es bisher ohne große Sachkenntnis. Bitte bei allen Empfehlungen, die nicht von uns sind, noch mal genau nachfragen:  
Gemeinde Grabenstetten, 
Böhringer Straße 10  
72582 Grabenstetten,  E-Mail: info@grabenstetten.de, www.grabenstetten.de  
 
Burrenhofrundweg  
Dieser Rundweg ist aus den Tourenvorschlägen des Schwäbischen Albvereins entnommen:   www.schwaebischer-albverein.de  
Wir gehen ihn jedoch in umgekehrter Richtung (siehe Karte), da dann keine längeren Steigungen anfallen und eine Abkürzung zu Beginn möglich ist, die Abkürzung ist schwarz-weiß gestrichelt.  
Burrenhofrundweg
Mit einem Klick auf die Karte erhalten sie diese im A4-Format zum Ausdrucken.  
Unsere Testwanderinnen:  
Doris Neumann, geboren 1937, Gründungsmitglied der Oldies, und Elfriede Hanko, im November 2010 im Alter von 89 Jahren leider verstorben.  
Zwei Testerinnen auf dem RundwegDer Weg ist ein schöner ca. 4,5–5 km langer Rundweg, den man auch durch Abzweigungen verkürzen kann. Er ist weitgehend asphaltiert und so breit angelegt, dass man bequem zu zweit nebeneinander laufen kann. Fahrradfahrer können somit gefahrlos vorbeifahren. Der Weg hat keine Steigungen und ist für Behinderte, Mütter mit Kinderwagen, ältere Menschen mit Gehhilfe und auch für Kinder, die schon mit dem Fahrrad mitgenommen werden können, bestens geeignet. Die Panoramakarte, die am Weg steht, ist auch für Sehbehinderte gut zu lesen. Dies gilt auch für einige Schautafeln, die uns etwas über unsere Gestirne verraten. Der einzige Nachteil: Man muss dreimal eine Landstraße überqueren. Da das Verkehrsaufkommen nicht sehr hoch ist und die Straßen gut einsehbar sind, geht dies mit etwas Geduld problemlos.

Start ist der Parkplatz Hochholz an der Landstraßen von Hülben nach Grabenstetten. Direkt vom Parkplatz aus geht der Weg geradeaus, ein Stück entlang des Astropfads mit interessanten Tafeln zu unseren Planeten. Wir folgen diesem Weg aus Betonplatten bis zum "Heiligen Baum", einer einsamen Esche mit Ruhebank an einer Wegkreuzung. Hier scharf rechts abbiegen und dem geteerten Weg folgen. Links geht ein Weg ins Sperrgebiet des Steinbruchs, bitte meiden. Nach ca. 500 m kommt auf der rechten Seite ein Schotterweg, der als Abkürzung zurück zum Parkplatz genutzt werden kann. Er geht allerdings leicht bergauf. Der Rundweg führt nun zur Landstraße Hülben nach Erkenbrechtsweiler. Sie muss überquert werden. Nun nach rechts, ein Stück parallel zur Landstraße. Wir entfernen uns nach kurzer Zeit wieder von der Landstraße und biegen nach links. Hochfläche bei GrabenstettenImmer geradeaus über die Hochfläche ist am Ende dieser Strecke wieder ein Parkplatz, diesmal an der Straße nach Grabenstetten. Auch hier muss die Landstraße überquert werden, einigermaßen gefahrlos geht dies am Ende des Parkplatzes. Hier ist wieder ein Bänkchen für müde Begleitpersonen. Wir wenden uns nach rechts und folgen dem Weg entlang der Landstraße. Auch er macht nach kurzer Zeit einen Knick nach links. Auf dem Weg bleiben, bis rechter Hand der Landgasthof Burrenhof auftaucht. Entweder nun nach rechts zum Gasthof, oder links zurück zum Auto. Der angestrebte Parkplatz ist schon sichtbar. Nach ca. 100 m biegen wir auf einen flachen Grasweg mit Schotter nach rechts ein, der uns direkt zum Auto bringt. Leider muss vorher ein drittes Mal die Landstraße überquert werden.

Einkehr Landgasthaus Burrenhof mit einer schönen Gartenwirtschaft, siehe Gaststätten

Auf dem Weg nach Metzingen liegt der kleine Ort Glems. Ein Abstecher ins Obstbau-Museum lohnt sich in jedem Fall.

Obstbau-Museum Metzingen-Glems
Obstbau-Museum Metzingen-GlemsDas Obstbau-Museum liegt oberhalb des Rathauses Ecke Zeilstraße / Eberbergstraße. Schöner Blick ins Tal. Bei genauem Hinsehen entdeckt man auch ein paar Hinweisschilder. Unbedingt hochfahren, dort sind Parkplätze für RollifahrerInnen und Gehbehinderte vorm Museum. Das Museum ist von April bis Oktober immer sonntags von 12:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Für Gruppen sind auch andere Zeiten möglich. Im Museum kann auch ein sehr leckeres Vesper gebucht werden. Für RollifahrerInnen ist nur das untere Stockwerk zugänglich. Eine perfekte Toilette für Behinderte ist vorhanden.

Kontakt:  
Förderverein Obstbaumuseum, Wolfgang Dürr,  
Tel: 07123-15653,
E-Mail: Bergmaus42@kabelbw.de
oder www.metzingen.de, Tourismus und Freizeit, Museen